Ich gucke keine Minimalismus-Videos. – Aber warum denn nicht?

Google Minimalismus CC0: Feel free to use this image.

Input ist Inspiration. Ideen sammeln. Was Eigenes draus machen. Kreativer Input ist grundsätzlich erst mal was Positives, etwas, das heißt, dass ich selbst auch mehr Ideen habe. Trotzdem geht es mir so, dass ich selten bis nie anschaue, was andere »Minimalisten« so machen. Weder von YouTube, noch aus Blogs beziehe ich viel Content von anderen Leuten aus dieser… man möchte fast schon Szene sagen. Ja, nennen wir es einfach mal Minimalismus-Szene, okay? (continued “Ich gucke keine Minimalismus-Videos. – Aber warum denn nicht?”)

Minimalistisch leben – 12 Fragen an dich selbst, die dir helfen weniger zu kaufen.

Kleider auf der Kleiderstange

Diese 12 Fragen helfen, beim Einkauf keinen unnötigen Kram mit nach Hause zu nehmen.

Auch wenn man schon länger minimalistisch lebt oder einfach versucht, bewusst zu konsumieren, fällt man immer wieder auf mich selbst rein. Mir geht es jedenfalls so und ich mache diesen ganzen Minimalisierungskram jetzt schon seit über nem Jahrzehnt. Also fühlt euch nicht schlecht, wenn ihr einen Shopping-Anfall hattet oder so. Und falls ihr zu viel Zeit habt und gerne hilfreiche Minimalisten-Tipps lest… dann hier, bitteschön! (continued “Minimalistisch leben – 12 Fragen an dich selbst, die dir helfen weniger zu kaufen.”)

Ich bin Minimalist, weil ich faul bin.

Ich habe kein Problem mit der grundsätzlichen Vorstellung von Besitz im Sinne von Eigentum. Eigenes haben – also Dinge, die nur mir gehören – empfinde ich sowieso als unausweichlichen Aspekt des Lebens. Sofern man nicht in einer sehr speziellen Kommune oder einem Kloster oder so lebt, ist es wohl unvermeidlich, Dinge zu besitzen. Und gar nichts zu haben bzw. alles zu teilen ist auch nicht mein Ziel. Ich teile sogar ausgesprochen ungern. Also Dinge! Wissen oder Zeit oder Freude schon! (continued “Ich bin Minimalist, weil ich faul bin.”)

400 Menschen

Ich habe gerade kein Instagram-taugliches Bild aus meinem wunderschönen Leben. Aber vielleicht verirren sich ja einige von euch aus Versehen auch hier her. Dann könnt ihr jetzt lesen: Dankeschön! Ich finde es so cool, dass ihr schon so viele seid. Außerdem seid ihr auch eine ziemlich nette Meute. Alle sind freundlich, machen Vorschläge und äußern Wünsche. Bisher ist Youtube für mich wie eine Mischung aus Podiumsdiskussion, auf der es keinen Klatschpresse-Journalisten gibt und einer Stammtisch-Ecke. Eigentlich ziemlich genial.

Ich bin ja nicht mit diesen Erwartungen ran gegangen. Weder hätte ich gedacht, dass ich in 3 Wochen 400 Leute finden würde, die mein Geschwätz hören möchten. Am 5.1. hatte ich die ersten Follower, da habe ich wohl zufällig mit einem sarkastischen Video zum Thema “Minimalismus” einen Nerv getroffen… Noch weniger als so viele Leute hätte ich aber erwartet, dass sie auch nette Antworten geben. Ich hätte überhaupt nicht mit so vielen Antworten gerechnet. Genau das wünsche ich mir aber immer wieder vom Internet.

Das Internet hat mich in letzter Zeit ja ziemlich frustriert. Immer mehr Content, der eigentlich seiner deutschen Übersetzung nicht gerecht wird aka vollkommen geistlos ist. Tiere und Menschen, die sich weh tun, oder immer die gleichen Kontroversen. Mein Thema ist halt Umwelt. Einfach, weil es das Thema ist, wo ich mich immer wieder aufrege. Im Alltag. Über die Leute, wie sie so sinnlos vor sich hin müllen. Obwohl viele logische Schlüsse ganz einfach wären.

Im Alltag merke ich wirklich solche Sachen wie dass Leute nicht mal auf die Idee kommen, ihr Auto stehen zu lassen. Und ich merke auch oft, dass ich früher genauso war. Mir war eben eiskalt und ich war sehr gestresst. Also bin ich mit dem Auto in die Uni gefahren. Dafür habe ich allerdings vegetarisch gegessen, höhö. Naja. Im Ernst, ich denke bei all diesen Themen immer wieder: Wo ist eigentlich das Extrem? Wo ist die Grenze? Was ist gut, was hilft überhaupt in Anbetracht einer riesigen globalen Zerstör- und Müllproduziergemeinschaft? Was hilft, wenn in China massenweise Treibhausgase erzeugt werden? Was hilft, wenn in Japan alles plastikverpackt ist? Was hilft, wenn in den USA selbst die Single-Moms mit dem SUV rumfahren und in Deutschland jeder Depp mit zu viel Geld diesen vollkommen hirnlosen Trend nachmachen muss, sich aber gleichzeitig über die Einbahnstraßen-verstopfenden Radfahrer auslässt, weil er mit seinem erbsengroßen Frontallappen die Kausalkette nicht sieht?

Ich weiß nicht, was genau am besten hilft. Aber ich weiß, dass es auf jeden Fall schadet, wenn alle so weiter machen wie bisher. Ich weiß, dass es überhaupt nichts nützt, wenn den Leuten die Umwelt egal ist. Und allein deshalb, dass Ignoranz diesem Planeten und dem Leben auf ihm sofort und unmittelbar Schaden zufügt. Allein deshalb ist jeder Beitrag etwas wert, egal wie klein er ist. Jede Veränderung, die du in deinem Leben machst, ist etwas wert.

Jeder dieser 400 Menschen ist mir etwas wert. Vielleicht erreiche ich in ein paar Wochen doppelt so viele Leute. Und diese Leute erreichen ebenfalls viele Leute. Wir unterschreiben Petitionen und träumen nicht nur von einer besseren Welt.

Ich kann mir nicht vorstellen, mit meinem kleinen Beitrag ein wichtiger Mensch zu werden. Meine Beiträge sind ein kleines Rädchen. Aber wenn mir Leute E-Mails schreiben, dass sie wegen mir aufgehört haben, Joghurt im Becher zu essen, dann schreibe ich nicht als Antwort: Besser wäre, wenn du gar keine Milchprodukte mehr isst. Sondern dann freue ich mich.

Vielleicht ist das manchen Leuten zu moderat, aber ich finde, dass jede kleine Veränderung zählt. Ob ihr weniger Müll macht oder weniger Tiere esst oder weniger Kleidung konsumiert. Ihr bewegt etwas. Also lasst euch das nicht ausreden.

Es ist verrückt.

Ich habe vor 2 Wochen einen Youtube-Kanal aufgemacht. Erst mal habe ich nur daran »herum designed«. Ein Logo ausdenken, ein Banner flicken. So Zeug. Dann habe ich sehr lange überlegt, was ich als allererstes sagen soll und dabei »Matilda« von alt-J gehört und eine Brille getragen. Das solltet ihr jetzt auch tun, dann kommt die ganze Stimmung viel besser. Tja. Genau. Ich wollte was erzählen. Und was passiert, wenn man was erzählen will? Genau. Gar nichts.

Das ist wie immer mit dem Gehirn, es verhält sich eben wie ein Arschloch. Du willst lernen? Dein Hirn hat Bock auf Unterhaltung. Du willst eine Frau beeindrucken? Deinem Hirn fallen nur flache Witze ein. Du willst abnehmen. Naja. Und mit Ideen ist es auch so. Ich will mir eine Idee einfallen lassen, und das Arschloch sagt: Leck mich.

Dann, wenn ich den ganzen Tag nachgedacht und nichts zustande gebracht habe, liege ich abends im Bett und weiß nicht, wo mein Notizbuch ist. Dann fallen mir die ganzen coolen Gedanken ein und ich sage mir: Ach ja. Dieser Gedanke ist so cool, neu und witzig, den kann ich gar nicht vergessen. Und wir wissen alle, was dann passiert. Abgefahren finde ich auch, dass sich meine Gedanken wie die Wellenfunktion unter Beobachtung verhalten. Wenn ich hinschaue, kollabieren sie. Einfach weg. Man muss extrem schnell sein. Wenn ich mich dann manchmal aufraffen kann und es eben sehr sehr schnell ins Handy spreche, dann kommen davon später auch ein paar meiner Gedanken auf Youtube an. Irgendwann, wenn sie gesäubert, sortiert und aufbereitet wurden. Und wie bei Essen schmeckt es nicht jedem. Und wie bei Essen denkt man sich: Oh Mann, dann iss es halt nicht. Oder: Du magst es? Danke! Also probiere ich das weiter.

Jetzt haben wir alle Vergleiche dazu durch, oder? Naja, bei dem was an repetitivem Nonsens auf Youtube läuft muss ich eigentlich keine Angst haben, dass es jemand merkt. Oder doch? Und wenn ja, will ich es denn überhaupt, das intelligente Publikum? Habe ich nicht viel mehr Angst davor? Hm…

Auf jeden Fall finde ich es sehr sehr verwunderlich, dass schon fast 50 Leute mein Gequatsche hören wollen. Erst mal bin ich da ja allein. Ich habe nicht mal einen coolen Menschen zum Interviewen (hätte ich aber gern. Also schreib mir, wenn du mitmachen willst). Nicht mal eine Katze ist dabei (auch die hätte ich gern, aber mir fehlt der Platz). Und trotzdem scheint es Menschen zu unterhalten. Was ich daran bemerkenswert finde ist vor allem diese Pluralität unserer Gesellschaft, die das zeigt. Trotz des ganzen Mainstreams, trotz all der Sachen, die mich stören und von denen ich mir immer einbilde, nicht betroffen zu sein, trotz all dessen gibt es Leute, die in meiner Niesche sitzen. Das ist spannend.

Hier ist mein neuestes Video. Aus dem Wald bei München.

Bis bald!

Bildungsfrei und stolz drauf – das nicht wirklich neue Selbstbewusstsein der Gewöhnlichkeit

Ein paar Bücher aus meinem Bücherregal

Mein liebes Facebook. Ach ja. Warum genau werde ich das Gefühl nicht los, dass man ständig sein Gehirn verstecken muss? (Weil’s so ist?) Ja… Bloß nichts Kombellidsiertes formulieren. Sonst fühlt sich der Consumer Mob angegriffen. Bildungsbürger ist ja mittlerweile ein böses Wort. Bildung = böse. Bürger = böse. Letzteres, weil es sein könnte, dass man mehr als 1000 Euro im Monat verdient und damit ein reiches Arschloch ist. Ersteres, weil ungebildete Menschen zwischen gehobener Sprache und Arroganz offenbar nicht differenzieren können.

Ich möchte dazu sagen, dass ich durchaus in der Lage bin, beides simultan umzusetzen: Arroganz und bessere Sprache. Auf einmal. Das Endgame sozusagen.

Viel arroganter als ein bisschen mit harmloser Textkritik im Internet hausieren zu gehen (ja, das mache ich, wenn ich Lust dazu habe), finde ich aber die umgekehrte Version der Geschichte. Ich nenne das von unten herauf. Es pöbelt, es beschwert sich, es hat keine Argumente. Das graue Ding, diese Masse, die eigentlich bloß ein Gefühl kennt: Unmut. Unmut ist auch so ein Wort. Hat eigentlich irgendjemand je bis drei gezählt, bevor er diesem angeblich so belastenden Unmut Luft gemacht hat?

(continued “Bildungsfrei und stolz drauf – das nicht wirklich neue Selbstbewusstsein der Gewöhnlichkeit”)

Die einen reden drüber, die anderen machen’s

Nein, ich rede nicht von Sex. Jedenfalls nicht in erster Ordnung. Ich meine Emanzipation. Gerade habe ich im Internet ein bisschen Zeit verschwendet. Ich sehe mir ein sehr schlechtes Lied über weibliche Geschlechtsteile an und finde es schlecht. Das sage ich dann auch. – Hm. – Kommentieren ist halt nicht immer so ne geile Idee, wa?

Aber ich kommentiere Dinge auch meistens nicht, weil ich was Wichtiges zu sagen habe, sondern weil mir grad was einfällt, dass in erster Linie erst mal mich selber belustigt. Zum Beispiel, wenn ich wieder so ein AfD-Anhänger-Post lese. Erstens ist das in sich schon komisch (meistens reicht die Rechtschreibung), und dann kann ich auch noch was Lustiges dazu schreiben (zum Beispiel, wo in einem Relativsatz das Komma hinkommt).

Das Ding ist, dass manche Leute (zum Beispiel Leute, die dumm genug sind, eine Partei zu wählen, die die Erderwärmung nicht kapiert) das dann wieder nicht lustig finden und sich stundenlang aufregen. Aufregen… yeah.

Ich rege mich auch manchmal auf, ganz selten. Na, jedenfalls sage ich manchmal dann auch meine Meinung zu irgendwas und das hält natürlich Andere nicht davon ab, diesen einzigartigen Einfall auf weniger lustige und weniger freundliche Art zu kopieren. Vielleicht liegt es auch daran, dass manche Menschen grundsätzlich mehr Angriffsfläche bieten. Wenn man ohne Facebook schon mit 1000 Dingen des täglichen Lebens ein gigantisches Problem hat (oder einfach in Geschichte nicht aufgepasst hat), dann ist das eine gute Basis für einen langen, breiten Fettnäpfchenparcours. Augen zu und… Bingo.

Ein sehr geiles Aufregerthema für Leute, die offensichtlich zu viele Gedanken an Fettnäpfe verschwenden, ist ja auch Mann vs. Frau. Schööön… not. Da kann man in alle Richtungen ausholen und – jetzt einen Tollpatsch in Bomberjacke vorstellen – um sich schlagen.

Männer… Frauen… Ja. Einerseits diese mangelnde soziale Fairness, mit der Frauen seit Jahrhun… nein, seit Jahrtausenden konfrontiert werden. Und dann die permanente Ausbeutung. Die Kindersache (man muss welche kriegen, und sich dann aber allein drum kümmern, während der Alte sich auf der Arbeit vergnügt). Oder das Gehalt… – Kurz: Ist nicht eigentlich alles beschissener, wenn man eine Frau ist? (continued “Die einen reden drüber, die anderen machen’s”)

Last Minute Adventskalender / Papierhäuschen

adventsdorf-nah1Keine Zeit zu lesen? Schäm dich. Das pdf ist weiter unten. Nur noch 1x klicken, dann ist Weihnachten.

Passend zum Datum ein DIY. Habe heute spontan entschieden, es müssen noch Adventshäuser her. Ich will keine kleinen Säcke an Wäscheklammern in die Wohnung hängen oder irgendwelche »liebevoll« gemachten kleinen Geschänkpäckchen in einen Setzkasten (welchen ich nicht besitze) setzen, die nach 1x angucken hässlich aussehen. Hier: ein super einfaches geometrisches Konstrukt. Ein Haus.

Du musst es nur 24x ausschneiden, Zahlen drauf schreiben oder was weiß ich, einen Kreis ausdrucken mit Zahl drin, schön grafisch und so. Am besten geht es mit Packpapier. Darauf einfach den Schnitt mit Klebestift aufkleben, kurz trocknen lassen. Ausschneiden. Dann sind die Häuser hinreichend stabil. Oben mit Cuttermesser ein Stück ausschneiden, um das Dach zusammenzustecken (siehe Foto). Die Unterseite klebst du am besten mit Washi-Tape oder einem anderen Papierklebeband auf den Boden. Ansonsten bietet sich flüssiger Bastelkleber an.

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(continued “Last Minute Adventskalender / Papierhäuschen”)

Munich weekly restaurant check – Café Ignaz

The (hopefully to be) weekly restaurant check (# 3)

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The human is a creature of habit. Once you truly arrive somewhere you start going to your favorite place, eating your favorite food and wearing comfortable jeans while doing so. Is that #boring or just just nice and bequem? I don’t know. But I have experienced this fact first-hand each time I settled in a new location. When I came to Erlangen, Nuremberg, Cologne, even in Berlin, where I was week-wise, visiting/living with friends. And now that I’ve come to Munich… well.

I must admit, I’ve never been a huge fan of Munich. I have spent few holidays in Bavaria as a kid, visited Munich occasionally and kept it in mind as “the city of expensive shit” to be honest. Maybe “the city of too many pedestrians” in second place. But… now that I am here I want to the make the best of it. Really, I try to unpaint the blackness I’ve perceived as a part of my ‘radical honesty’ lifestyle for a while now (not really following a definition, but I like the term). I am trying to make it less black and more gray (baby steps, people, baby steps, okay?).

Therefore, I think it’s best to break my routine. And, as I implied, I always create one wherever I go. Once the quarter I live in is charted, I go to the same places over and over again. In Cologne that was Kaffeebud, a really nice café in Ehrenfeld. In Berlin it was ‘Wohnzimmer’ (it’s crowded but wasn’t that crowded 10 years ago, also they serve awesome breakfast, hipsters or not).

In Munich, I started going to the places in “Universitätsviertel” (University quarter) and I mostly fed on curry and rice from Orange Box. Nothing wrong with that so far but then I thought… one year has about 50 weekends. What if I could manage to check out 50 new places each year? I am now at 3 of 50. Here’s the place I checked out on Nov, 26:

Café Ignaz und Tochter

A woman I asked for directions on my way there told me “Everyone here knows this café.” Café Ignaz is on the corner of Georgenstraße to Isabellastraße in Schwabing. It’s a quarter with many historical apartment buildings but also a lot of shops and cafés. If you go there don’t make the mistake of thinking “Oh, this street doesn’t look as if there’s gonna be much more…”. If you’re walking the streets of Schwabing, just try walking a little longer and there’ll be some other interesting place like 500m from where you just thought nothing else would come. It will unlikely end in a painful feet experience without a coffee. (continued “Munich weekly restaurant check – Café Ignaz”)

Keine Zeit! Keine Zeit!

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Erwachsenenleben: Wie man zu der Sache wird, die man eigentlich nicht mag und dann wieder man selbst.

Seit ich tatsächlich die Stundenzahl arbeiten muss, für die ich bezahlt werde und nicht wie an der Uni entweder das Dreifache oder ein Drittel davon, habe ich alle möglichen Zivilisationskrankheiten entwickelt.

Angefangen hat es mit dem Essen. Früher (bei dem 10-Stunden-Job, für den ich 2 Stunden was tun musste) habe ich mir noch jeden Tag ein Brot geschmiert. Dann habe ich in der Mensa gegessen. Und jetzt vergesse ich entweder ganz zu essen oder tue es in der S-Bahn, bei einem Pizza-Laden oder einer Asia-Bude (die Pausen sind nie so lang, dass man 30 Minuten Mensazeit hätte, doof, aber is halt so).

Ich packe den Laptop in den Rucksack, wo kein Platz mehr für einen Regenschirm ist und hoffe, dass es nicht regnet. Es regnet nicht, irgendwann komme ich nach Hause und dann freue ich mich auf mein Evening-Express-Paket von Amazon Prime, fuck yeah! Ich online-konsumiere natürlich keine Lebensmittel, das wäre ja der Totalniedergang. Aber ich kenne mittlerweile Leute, die das tun (in München sind alle soo furchtbar beschäftigt). Einer hat sich sogar einen Kasten Wasser nach Hause bestellt. »Kasten« steht für in Plastik eingeschweißte Plastikflaschen mit Plastikdeckel, gefüllt mit plastikhaltigem Wasser oder so… Am besten aus einem Tupperbecher trinken dann… (continued “Keine Zeit! Keine Zeit!”)