Die ewige Frühlingszwiebel

Ich weiß nicht, ob ihr Pinterest kennt. Eine Seite, auf der man viele Stunden verbringen kann. Man kann Pinnwände erstellen, fast wie im richtigen Leben. Du hängst dort allen Kram auf, der dir gerade einfällt. »Discover (, steal) and save creative ideas.« Manche Leute treiben das bis zu dem Punkt, an dem sie ihr Pinterest-Revier mit ihrem @Namen markieren, damit jeder weiß, dass sie und nur sie diesen genialen Pin »gefunden« haben. Ich hab die Seite eigentlich immer als lästig empfunden, weil man ständig bei der Google-Bildsuche auf Pinterest-Einträge stößt und dann dazu aufgefordert wird, dort mitzumachen. Sonst kommt ein fetter schwarzer Balken, der einen untersagt, weiter zu stöbern. Albern, aber funktioniert. Ich habe jetzt auch gefühlte 100 Walls und auf denen sammele ich allen möglichen Kram. Unter anderem Dinge, die ich irgendwann, in ferner Zukunft endlich einmal ausprobieren möchte. Hunderte DIY-Pläne, Tutorials und Ideen, Nähanleitungen, Garten-Bepflanzungsstrategien, Einrichtung und Weltverbesserer-Vorschläge. Meistens bleiben die Ideen auf der Ersatzbank des Lebens hinter Studieren, Arbeiten, Essen kochen zurück (ich gehöre übrigens noch zu denen, die keine einzige Fress-Wall haben). Aber manchmal klappt es auch. Zum Beispiel im Fall der immerwährenden Zwiebel. (continued “Die ewige Frühlingszwiebel”)

Ein Salat, voll spannend

Gestern hatten wir Hunger und keine Ahnung, wie man Salat macht. Deshalb habe ich dann im Internet das Wort »Salat« gegooglet. Ich habe sicherheitshalber noch »Brigitte« eingegeben, um idiotensichere, Mittdreißiger-freundliche Schmeck-Varianten zu bekommen. Insgeheim hoffte ich trotzdem irgendwie auf eine Salat-Extremistenseite mit einer endlosen Vielfalt an Dressings. Extreme Dressing sozusagen. Wie Extreme Couponing, nur mit Salat und es kostet mehr als man spart.

Ich fand dann u.a. dieses Kinder- und Schmähmäuler-ungeeignete »Genießerinnen«-Rezept. Bin wohl keine Genießerin, Leber ist nicht meins. Klingt irgendwie so nach Leben. Daran möchte ich beim Fleischessen jetzt ja bitte nicht erinnert werden. Ist schon eklig genug, das Ganze zu zerschnippeln, dann so die Faszien abbasteln, paar Äderchen und das ganze Geschlunze. Ich wette, Food-Blogger lieben das. Die zupfen dann an den sterblichen Viech-Resten rum und machen »Mmmmmh!«. Am besten noch ein Foto vom Schnitzel auf dem Küchenbrett. So malerisch, wie es da liegt und nach Fleisch aussieht. Einfach nur schön.

(continued “Ein Salat, voll spannend”)