That kind of GIRL

Sie hat es geschafft, eine ganze Serie zur »Generation Kotze« zu produzieren, ohne Handlung, fast ausschließlich ohne Charme, ohne Chic, ohne Modelmaße und komplett ohne Hirn. Trotzdem finden es viele genial. Wo ist hier der feine, kaum ohne politisch unkorrekte Äußerungen beschreibbare Unterschied zwischen »außergewöhnlich scheiße« und »außergewöhnlich gut«? An dem Punkt, an dem GIRLS anknüpft, unterscheidet das Auge wohl nur noch nach Auffälligkeit. Man muss hinsehen, es funktioniert einfach. Aber ist das genial, oder nur ein bisschen eklig?

Jenseits der Medienwirksamkeit verstörender Bilder bin ich selbst an einem Abend maximaler Demotivation dazu gekommen, diese Serie auf den Schirm zu lassen. Bevor ich Serien ansehe, lese ich, was Andere dazu schreiben, und sehe den Trailer. Ne ganze Staffel kostet immerhin 9,99 (viel Geld in Geizstudi-Land). Aber hey, was tun, wenn man alles andere schon gesehen hat? (Bücher lesen, ich hätte es wissen müssen, aber ich war dumm. Und…) Ich mag Trash eigentlich. Also, naja, ich mag sympathischen Trash – kaputten Trash, intellektuellen Trash. Ich ahnte nicht: GIRLS ist einfach Trash Trash. Ich schwöre euch, die Show ist von vorne bis hinten einhundert Prozent stumpfsinnig. Man braucht keine Angst vor Tiefgang haben. Dabei ist sie aber auch extrem langweilig und garantiert nicht unterhaltsam. Ich denke, eine Staffel GIRLS anzusehen ist effektiv gleichwertig damit, seinen Kopf einige Minuten gegen eine Wand aus Beton zu hauen. Hinterher fühlt man sich matschig, und hat Kopfschmerzen. (continued “That kind of GIRL”)