Gespenster

Halloween? 3 Kleine Gespenster stehen vor meiner Tür und wollen Süßigkeiten

Ich öffne die Social Media Seite meiner Wahl und sehe überall Kürbisse und Spinnweben und die Social Media Seite selbst wünscht mir ein Happy Halloween. Danke-äh. Auch nach mehreren Jahren der Wiedereindeutschung von Hell-on-wheels(?!) hab ich mich nicht dran gewöhnt, dass es diesen Tag für Menschen gibt. Haben wir es den wandernden Fernseh-Toten zu verdanken oder einfach der Kommerzialisierung von nun ja… allem? Keine Ahnung, aber irgendwie scheint ja für viele Leute das Bedürfnis nach einem weiteren Fest, bei dem man – auf für das restliche Jahr unnütze Weise – Kohle verprassen und sich peinlich anziehen kann, real geworden zu sein. Ich ziehe dem ja Karneval vor. Das ist die erwachsene Version von Halloween. Für die Alten gibt es Feiern, Saufen, Zigaretten und ONS. Für die Kinder Kostümparty und Elfenstaub. Alles gut. Erwachsene können albern sein, Kinder einfach Kinder. Bei Halloween ist es mehr so: Alle sind kindisch, und wirklich gruselig ist das eh nicht… (Vergleiche Karneval und wenn du morgens in Köln vor 12 über die Straße gehst: Das ist gruselig, ok?) (continued “Gespenster”)

Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.

schrank

Warum ist es so schwer, sich von alten Dingen zu trennen?

Jetzt ziehe ich um. Zum gefühlten 10. Mal. In Wirklichkeit ist es nicht viel weniger. Und ich habe viel zu viel »Zeug«. Manches davon ist wertloser Schrott, anderes sentimentaler Schrott und dann gibt es die Kategorie »Zu schade zum Benutzen«, welche zu besonders perfiden Knoten im Hirn führt, sobald man die Dinge anschaut und sich fragt, ob man sie wirklich braucht.

Da wäre dieses Etuikleid für 120 Euro. Viel Geld für mich, und ich wollte es unbedingt haben. 5 kg mehr und 5 Jahre später ist das Kleid zwar immer noch klassisch, aber halt auch nicht wirklich chic. Und so behalte ich es seit 5 Jahren nur, weil es teuer war. Heute habe ich es in meine »VINTY’S-Tüte« gesteckt. Ja, richtig. Ich will kein Geld mehr dafür. Ich will nicht Stunden damit zubringen, in abgefuckten 2nd Hand Läden gesagt zu bekommen: »Hm, also wir nehmen eher teurere Mode, so bei Marc O’Polo fangen wir an preislich.«

(continued “Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.”)

Plastikfasten 2016 – Tag 14

So, damit die Aktion lebendig bleibt. Ein paar Plastikfrei-Denkanstöße zum Lebensmittel-Konsum.

plastikfasten-2016-tag-14

Schon mal …

  • … im Kühlregal nach plastikfreien Desserts gesucht? (Tipp: Rewe, Pfand-Joghurtgläser)
  • … einfach gar keine Brötchentüte genommen?
  • … wenn’s schnell gehen soll, einfach Konserven im Glas gekauft?
  • … (vegane) Brotaufstriche probiert? (ziemlich große Vielfalt, viel davon im Glas, Tipp: Alnatura)
  • … Stock-Piling probiert: z.B. Not-Knäckebrot (Tipp: Wasa, in der Papier-Packung zu haben)
  • … am Fress-Stand drum gebeten, auf zusätzliche Verpackung zu verzichten (z.B. Trennfolie Wurst)
  • … einen Coffee-To-Go Becher mitgebracht? (in einem Laden hier in München steht sogar eine Tafel “50 cent Rabatt, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst”)?

Die Marken sind meiner Kauf-Erfahrung geschuldet und kamen mir nun mal als erstes in den Sinn. Sicher gibt’s auch andere Anbieter…

Die ewige Frühlingszwiebel

Ich weiß nicht, ob ihr Pinterest kennt. Eine Seite, auf der man viele Stunden verbringen kann. Man kann Pinnwände erstellen, fast wie im richtigen Leben. Du hängst dort allen Kram auf, der dir gerade einfällt. »Discover (, steal) and save creative ideas.« Manche Leute treiben das bis zu dem Punkt, an dem sie ihr Pinterest-Revier mit ihrem @Namen markieren, damit jeder weiß, dass sie und nur sie diesen genialen Pin »gefunden« haben. Ich hab die Seite eigentlich immer als lästig empfunden, weil man ständig bei der Google-Bildsuche auf Pinterest-Einträge stößt und dann dazu aufgefordert wird, dort mitzumachen. Sonst kommt ein fetter schwarzer Balken, der einen untersagt, weiter zu stöbern. Albern, aber funktioniert. Ich habe jetzt auch gefühlte 100 Walls und auf denen sammele ich allen möglichen Kram. Unter anderem Dinge, die ich irgendwann, in ferner Zukunft endlich einmal ausprobieren möchte. Hunderte DIY-Pläne, Tutorials und Ideen, Nähanleitungen, Garten-Bepflanzungsstrategien, Einrichtung und Weltverbesserer-Vorschläge. Meistens bleiben die Ideen auf der Ersatzbank des Lebens hinter Studieren, Arbeiten, Essen kochen zurück (ich gehöre übrigens noch zu denen, die keine einzige Fress-Wall haben). Aber manchmal klappt es auch. Zum Beispiel im Fall der immerwährenden Zwiebel. (continued “Die ewige Frühlingszwiebel”)