Mode: Die schwarze, billige Leggings und ich

Ich wurde von einigen Leuten subtil gefragt, ob ich nicht »modebloggen« will. Vmtl. weil man als Physiker so dafür prädestiniert ist, sich gut anzuziehen. Naja – warum eigentlich nicht? Es soll auch BWLer geben, die rechnen können.

Leggings Modeblog
Das sind ein paar Leggins mit 2 Beinen drin. Leggings sehen an einer schier unendlichen Zahl deutscher Einwohner unvorteilhaft aus. Du musst sie nur eng genug kaufen. Aber für Yoga sind sie toll, weil, naja, weil sie eben eine dehnbare Sache sind, ne?

Hier ist zunächst ein stark mit dem Handyprogramm »Afterlight« nachbearbeitetes Foto von mir. Darauf bin ich in einer Umkleidekabine im H&M in München. Gibt ja sehr viele H&Ms hier. Das ist der am Marienplatz. – Ich weiß auch nie so wirklich, in welchen der Münchner H&Ms ich gehen soll. Aber der eine – so ein Eckhaus, auch in der Kaufdingerstraße – ist so eine Art Hipster&M. Er ist knallebunt, glitzert, dann wieder doch sooo schlicht… Die Farben der Gleichgültigkeit: gold, dunkelgrün, schwarz. Man kann dort für jede beliebige Figur unpassend aussehende »Skater-Röcke« kaufen. Oder auch Weihnachtssweatshirts von gestern, die nicht mal verzweifelte Serien-Amerikaner anziehen würden, auch wenn sie von im Plot vorgesehenen Schwiegermüttern wären. Seit ich da einmal drin war, mache ich jedenfalls einen Bogen darum. Die Leute in dem Laden sind auch alle noch in der Schule und das fängt gerade an, komisch für mich zu werden. Bin ja jetzt in dem Alter, wo schon alle geworfen haben und dann auch so Steppwesten und Wolfskin-Jacken tragen. Und ich hab mich neulich erwischt, wie ich das Wort »Halbschuh« benutzt habe. Dabei weiß ich nicht mal richtig, was das ist…



Aber, zum Foto, wa? Ich trage eine schwarze Leggings von H&M, was man nicht weiter beschreiben muss, aber ich tu es trotzdem. Ich trage solche Leggings übrigens sehr gerne zum Yoga und zum Schlafen. Überall sonst sehen die nämlich peinlich aus. Wenn ich 13-Jährige mit Leggings-ohne-was sehe, denke ich immer kurz drüber nach, was ich zu meinem Kind sagen würde, wenn ich mit 19 nicht so gut verhütet hätte… »Ey, so gehst du nicht raus, Paloma! Und bring bitte Dinkelmehl mit!«

Aber Leggings sind viel mehr als nur ein Kleidungsstück (oder später Schuhputzlappen)! Nein! Leggings sind ein Lebensgefühl. Nicht nur, dass man damit, wenn man sehr jung ist, seine Eltern provozieren kann. Für mich sind sie auch die Protestklamotte. Ich sehe da den Kontrast. Auf der einen Seite die in einem Entwicklungsland gefertigte Lila-Laune-Hose von Lululemon für 60 Euro, an meinem Bein dagegen eine in China gefertigte banale, schwarze Leggings für 9 Euro. Und weil es so toll passte, habe ich auch noch ein modisches Schlabbershirt dazu anprobiert, ebenfalls schwarz. Alles schwarz, yeah! Schwarz ist das neue Schwarz!

Ich fühle mich so hip, Freunde der Mode! Ich könnte direkt zu einem Vorstellungsgespräch bei Urban Outfitters gehen, bräuchte nur noch Birkenstocks und einen transparenten Regenschirm (hier schifft es mal wieder, von wegen Föhn!).

Gut! Genug.

Das war mein Modeblogbeitrag. Ich finde Mode übrigens ganz toll. Ist ja auch wichtig als Frau, dass man sich mit gegenständlichen, oberflächlichen Fragen des eigenen Aussehens auseinandersetzt.

Wenn euch Modeposts gefallen, dann lasst es mich doch bitte wissen. Ich kann natürlich gerne mehr Selfies machen und dabei mit den Augen rollen, wenn erwünscht. Habt einen schönen Tag und esst keine Tiere! :*

 

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