Last Minute Adventskalender / Papierhäuschen

adventsdorf-nah1Keine Zeit zu lesen? Schäm dich. Das pdf ist weiter unten. Nur noch 1x klicken, dann ist Weihnachten.

Passend zum Datum ein DIY. Habe heute spontan entschieden, es müssen noch Adventshäuser her. Ich will keine kleinen Säcke an Wäscheklammern in die Wohnung hängen oder irgendwelche »liebevoll« gemachten kleinen Geschänkpäckchen in einen Setzkasten (welchen ich nicht besitze) setzen, die nach 1x angucken hässlich aussehen. Hier: ein super einfaches geometrisches Konstrukt. Ein Haus.

Du musst es nur 24x ausschneiden, Zahlen drauf schreiben oder was weiß ich, einen Kreis ausdrucken mit Zahl drin, schön grafisch und so. Am besten geht es mit Packpapier. Darauf einfach den Schnitt mit Klebestift aufkleben, kurz trocknen lassen. Ausschneiden. Dann sind die Häuser hinreichend stabil. Oben mit Cuttermesser ein Stück ausschneiden, um das Dach zusammenzustecken (siehe Foto). Die Unterseite klebst du am besten mit Washi-Tape oder einem anderen Papierklebeband auf den Boden. Ansonsten bietet sich flüssiger Bastelkleber an.

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(continued “Last Minute Adventskalender / Papierhäuschen”)

Munich weekly restaurant check – Café Ignaz

The (hopefully to be) weekly restaurant check (# 3)

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The human is a creature of habit. Once you truly arrive somewhere you start going to your favorite place, eating your favorite food and wearing comfortable jeans while doing so. Is that #boring or just just nice and bequem? I don’t know. But I have experienced this fact first-hand each time I settled in a new location. When I came to Erlangen, Nuremberg, Cologne, even in Berlin, where I was week-wise, visiting/living with friends. And now that I’ve come to Munich… well.

I must admit, I’ve never been a huge fan of Munich. I have spent few holidays in Bavaria as a kid, visited Munich occasionally and kept it in mind as “the city of expensive shit” to be honest. Maybe “the city of too many pedestrians” in second place. But… now that I am here I want to the make the best of it. Really, I try to unpaint the blackness I’ve perceived as a part of my ‘radical honesty’ lifestyle for a while now (not really following a definition, but I like the term). I am trying to make it less black and more gray (baby steps, people, baby steps, okay?).

Therefore, I think it’s best to break my routine. And, as I implied, I always create one wherever I go. Once the quarter I live in is charted, I go to the same places over and over again. In Cologne that was Kaffeebud, a really nice café in Ehrenfeld. In Berlin it was ‘Wohnzimmer’ (it’s crowded but wasn’t that crowded 10 years ago, also they serve awesome breakfast, hipsters or not).

In Munich, I started going to the places in “Universitätsviertel” (University quarter) and I mostly fed on curry and rice from Orange Box. Nothing wrong with that so far but then I thought… one year has about 50 weekends. What if I could manage to check out 50 new places each year? I am now at 3 of 50. Here’s the place I checked out on Nov, 26:

Café Ignaz und Tochter

A woman I asked for directions on my way there told me “Everyone here knows this café.” Café Ignaz is on the corner of Georgenstraße to Isabellastraße in Schwabing. It’s a quarter with many historical apartment buildings but also a lot of shops and cafés. If you go there don’t make the mistake of thinking “Oh, this street doesn’t look as if there’s gonna be much more…”. If you’re walking the streets of Schwabing, just try walking a little longer and there’ll be some other interesting place like 500m from where you just thought nothing else would come. It will unlikely end in a painful feet experience without a coffee. (continued “Munich weekly restaurant check – Café Ignaz”)

Keine Zeit! Keine Zeit!

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Erwachsenenleben: Wie man zu der Sache wird, die man eigentlich nicht mag und dann wieder man selbst.

Seit ich tatsächlich die Stundenzahl arbeiten muss, für die ich bezahlt werde und nicht wie an der Uni entweder das Dreifache oder ein Drittel davon, habe ich alle möglichen Zivilisationskrankheiten entwickelt.

Angefangen hat es mit dem Essen. Früher (bei dem 10-Stunden-Job, für den ich 2 Stunden was tun musste) habe ich mir noch jeden Tag ein Brot geschmiert. Dann habe ich in der Mensa gegessen. Und jetzt vergesse ich entweder ganz zu essen oder tue es in der S-Bahn, bei einem Pizza-Laden oder einer Asia-Bude (die Pausen sind nie so lang, dass man 30 Minuten Mensazeit hätte, doof, aber is halt so).

Ich packe den Laptop in den Rucksack, wo kein Platz mehr für einen Regenschirm ist und hoffe, dass es nicht regnet. Es regnet nicht, irgendwann komme ich nach Hause und dann freue ich mich auf mein Evening-Express-Paket von Amazon Prime, fuck yeah! Ich online-konsumiere natürlich keine Lebensmittel, das wäre ja der Totalniedergang. Aber ich kenne mittlerweile Leute, die das tun (in München sind alle soo furchtbar beschäftigt). Einer hat sich sogar einen Kasten Wasser nach Hause bestellt. »Kasten« steht für in Plastik eingeschweißte Plastikflaschen mit Plastikdeckel, gefüllt mit plastikhaltigem Wasser oder so… Am besten aus einem Tupperbecher trinken dann… (continued “Keine Zeit! Keine Zeit!”)

Mode: Die schwarze, billige Leggings und ich

Ich wurde von einigen Leuten subtil gefragt, ob ich nicht »modebloggen« will. Vmtl. weil man als Physiker so dafür prädestiniert ist, sich gut anzuziehen. Naja – warum eigentlich nicht? Es soll auch BWLer geben, die rechnen können.

Leggings Modeblog
Das sind ein paar Leggins mit 2 Beinen drin. Leggings sehen an einer schier unendlichen Zahl deutscher Einwohner unvorteilhaft aus. Du musst sie nur eng genug kaufen. Aber für Yoga sind sie toll, weil, naja, weil sie eben eine dehnbare Sache sind, ne?

Hier ist zunächst ein stark mit dem Handyprogramm »Afterlight« nachbearbeitetes Foto von mir. Darauf bin ich in einer Umkleidekabine im H&M in München. Gibt ja sehr viele H&Ms hier. Das ist der am Marienplatz. – Ich weiß auch nie so wirklich, in welchen der Münchner H&Ms ich gehen soll. Aber der eine – so ein Eckhaus, auch in der Kaufdingerstraße – ist so eine Art Hipster&M. Er ist knallebunt, glitzert, dann wieder doch sooo schlicht… Die Farben der Gleichgültigkeit: gold, dunkelgrün, schwarz. Man kann dort für jede beliebige Figur unpassend aussehende »Skater-Röcke« kaufen. Oder auch Weihnachtssweatshirts von gestern, die nicht mal verzweifelte Serien-Amerikaner anziehen würden, auch wenn sie von im Plot vorgesehenen Schwiegermüttern wären. Seit ich da einmal drin war, mache ich jedenfalls einen Bogen darum. Die Leute in dem Laden sind auch alle noch in der Schule und das fängt gerade an, komisch für mich zu werden. Bin ja jetzt in dem Alter, wo schon alle geworfen haben und dann auch so Steppwesten und Wolfskin-Jacken tragen. Und ich hab mich neulich erwischt, wie ich das Wort »Halbschuh« benutzt habe. Dabei weiß ich nicht mal richtig, was das ist…



Aber, zum Foto, wa? Ich trage eine schwarze Leggings von H&M, was man nicht weiter beschreiben muss, aber ich tu es trotzdem. Ich trage solche Leggings übrigens sehr gerne zum Yoga und zum Schlafen. Überall sonst sehen die nämlich peinlich aus. Wenn ich 13-Jährige mit Leggings-ohne-was sehe, denke ich immer kurz drüber nach, was ich zu meinem Kind sagen würde, wenn ich mit 19 nicht so gut verhütet hätte… »Ey, so gehst du nicht raus, Paloma! Und bring bitte Dinkelmehl mit!« (continued “Mode: Die schwarze, billige Leggings und ich”)

Samstag ist Tütentag

Samstag ist Tütentag - Plastiktüten sind scheiße... ja... aber Papiertüten sind auch Müll. Besser: Gar keine Tüten.

Ich schaffe es nur noch sehr selten, gedankenlos zu konsumieren. Einfach durch die Innenstadt schlendern und irgendwelches Zeug kaufen. »Brauchen Sie ne Tüte für 20 Cent?« ist ein Satz, der bei mir eher eine innere Sinndebatte zum Wort »brauchen« als ein »Ja, danke!« auslöst. Ich gehe durch die Kaufinger Straße – wer sie nicht kennt: eine weitläufige, und doch stets überfüllte Münchener Einkaufsmeile, in der es von Urban Outfitters bis gebratene Maroni alles gibt. Mein Freund braucht Socken. Ich konnte ihn noch nicht bis zu fair produzierter lavendelfarbener Biosocke runterdiskutieren, deshalb lassen wir die Frage nach der Herkunft dieses Stückchens 9-Euro-Männerfreiheit. Ich warte vor dem Laden, den wir nur unliebevoll Kunda nennen und suche verzweifelt fotografiewürdige Motive. Das Wetter ist gut aber die Leute sind unfotogen. Viele fette Deusche, einige verschleierte Damen in tiefschwarz, einige Kinder, einige Omas, der grauharige Trinker, der jeden anpöbelt, der ihm nicht zurück »Guten Tag« sagt… Was man halt so sieht, wenn man in der Kaufingerstraße stehen bleibt und guckt. Und irgendwie hat jeder n-te eine Tüte in der Hand. – Ist das immer noch nicht abgeschafft? Selbst wenn die Tüten was kosten, stört das offenbar niemanden. Der Scheiß muss ja irgendwie geschleppt werden. Menschlich, sicher… (continued “Samstag ist Tütentag”)

Gespenster

Halloween? 3 Kleine Gespenster stehen vor meiner Tür und wollen Süßigkeiten

Ich öffne die Social Media Seite meiner Wahl und sehe überall Kürbisse und Spinnweben und die Social Media Seite selbst wünscht mir ein Happy Halloween. Danke-äh. Auch nach mehreren Jahren der Wiedereindeutschung von Hell-on-wheels(?!) hab ich mich nicht dran gewöhnt, dass es diesen Tag für Menschen gibt. Haben wir es den wandernden Fernseh-Toten zu verdanken oder einfach der Kommerzialisierung von nun ja… allem? Keine Ahnung, aber irgendwie scheint ja für viele Leute das Bedürfnis nach einem weiteren Fest, bei dem man – auf für das restliche Jahr unnütze Weise – Kohle verprassen und sich peinlich anziehen kann, real geworden zu sein. Ich ziehe dem ja Karneval vor. Das ist die erwachsene Version von Halloween. Für die Alten gibt es Feiern, Saufen, Zigaretten und ONS. Für die Kinder Kostümparty und Elfenstaub. Alles gut. Erwachsene können albern sein, Kinder einfach Kinder. Bei Halloween ist es mehr so: Alle sind kindisch, und wirklich gruselig ist das eh nicht… (Vergleiche Karneval und wenn du morgens in Köln vor 12 über die Straße gehst: Das ist gruselig, ok?) (continued “Gespenster”)

Ich kann die Wellengleichung in unter 2 Minuten herleiten. Google in unter 2 Sekunden. Wer erzeugt mehr CO2 – ich oder Google?

Ich produziere am Tag ca. 1 kg CO2. Das wären 0.7g pro Minute, oder 1.4g für 2 Minuten Rechnen. Google produziert pro Suchanfrage laut eigener Angabe 0.2g Kohlendioxid.

\left(\Delta -\frac1{c^2} {\partial_t}^2\right)\psi = 0

Traurig, dass ich schon sehr viel schlauer und schneller sein müsste, um bilanzmäßig gegen Google (noch dazu gegen Zahlen von vor Jahren) anzukommen. Noch trauriger ist aber, dass manche Menschen gar nicht googlen können (nein, wenn du bei Boolscher Operator nicht »Ja, kenn ich, klar.« denkst, dann kannst du nicht googlen). Und dass manche Leute Stunden mit Suchen zubringen, ohne schnell und zielgerichtet was Sinnvolles zu finden… Wer was Sinnvolles finden will, muss nämlich auch wissen, was er sucht, und wie in etwa das Richtige aussehen soll. Aber wenn ich gelegentlich meinen vernetzten »Ich guck das schnell nach«-Mitmenschen über die Schulter google, dann scheint es weiter als »Der Schauspieler aus Leon, der Profi hieß…« nicht zu reichen.

(continued “Ich kann die Wellengleichung in unter 2 Minuten herleiten. Google in unter 2 Sekunden. Wer erzeugt mehr CO2 – ich oder Google?”)

Real life yogabody.

These days en vogue: Standing up against body-shaming. Fat people, chubby people, skinny people–everyone found something to complain about. Fattitude is an actual word. I don’t want to join this chorus. Let me be clear about this in the first place. I think, basically every human has some part of their body they just don’t like. I think, that’s normal. I don’t really think it is normal to have pride about everything. I am not proud to be German, to be a woman, to be not tall or to be fat or not fat.

Anyway, what seems funny to me is the sheer amount of beautiful “yoga bodies”. Those perfect women all over the mats of this world and I’m not one of them. Sincerely, I think, I do look okay, but I do not look like this or that and I’m not sure I or this pose ever will. Somehow, I think that getting there is not the actual point. For me, this is to relax and not to pursue some perfection.

However, next month I’m starting with a new yoga class in Munich! Yay! And I want to be prepared. So, since I’m starting fresh with yoga, this time I want to collect my baby steps in an album. While reading my favorite yoga book I just noticed once again, how well-shaped everyone’s looking in there. (Actually, that’s usually helpful, since with skinny, fit people you can see what you need to do in each pose much better.) Sometimes I’d like to see a book with some normal and chubby chicks. I don’t like the idea of #fattitute, because I basically believe that promoting obesity is the same as promoting smoking… unhealthy shit I don’t really need. But there is something between perfect yoga body from the book and fat pride lifestyle. I believe it’s called average. Something like a reallife yoga book. Doesn’t mean that you can’t be a skinny yoga person. I think, you can, if you want to. Let’s see how that works out for me (Abs, finally?!!). Therefore, here is the first shot. Take care! And don’t stretch too much 😉 Here’s a new hashtag for all you imperfect standard yoginis.

#reallifeyogabody

reallifeyogaDon’t do what I do with my arms… I had to take this shot a few times and my arms were kind of annoyed…

Finally, I want to be able to bend forwards, since this pose (janu shirshasana) is called the “head to knee” pose… Let’s see how that’s gonna work out.

Save

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Neue Uni, neues Glück

hm-innen-campusLetzte Woche hab ich mich eingeschrieben. Ich war ja nun schon einige Wochen an der HM und habe da im Labor gearbeitet und ein Praktikum gemacht – muss man, wenn man von der Uni kommt, weil einem das Praxissemester fehlt. Dadurch kenne ich die Räume schon. Räumesuchen ist ja immer so eines dieser Hauptprobleme, wenn man irgendwo neu ist. Dann steht man dumm rum und fragt sich, ob die anderen auch dort hin wollen, wo man selbst hin will. Alle gucken. Irgendwann kommt der Mensch, der aussieht, als ob er jetzt die Lehrveranstaltung veranstaltet und man trottet dem nach.

Morgen gibt es aber noch keine Lehrveranstaltung. Nur Informations-selbige. Ich liebe Infoveranstaltungen. Ich versuche immer mit aller Kraft, nicht einzuschlafen und gleichzeitig kein Gespräch (das mich ja wach halten könnte) mit jemandem anzufangen. Insbesondere bei einem Studiengang mit 12 Leuten könnte das sehr unhöflich rüberkommen, wenn plötzlich jemand quatscht oder eben schnarcht. Ich werde deshalb einen gewöhnlichen Schreibblock mitnehmen. Kritzeleien erregen allgemein wenig Ärgernis. Und falls neben den Hinweisen auf Rechnerräume, Café-Gelegenheiten und darauf, dass man sich bitte für die Prüfungen auch anmelden solle, noch eine tatsächlich interessante Information kommt, kann ich schnell den Bleistift nehmen und es niederschreiben.

Ja, auf all diese notwendigen Anfänger-Dinge kann ich jetzt gespannt sein oder nicht. Ein bisschen gespannt bin ich auf jeden Fall auf die Leute. Was haben die vorher studiert? Bin ich der einzige Uni-Abtrünnige? (continued “Neue Uni, neues Glück”)

Blog-Nachruf: umweltblog (und was aus dem Leben ohne Plastik geworden ist)

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Vor jetzt schon einigen Jahren (drei, vier?) hat das Thema Wegwerfgesellschaft, Essen im Müll, Plastik im Ozean usw. mich angefangen wirklich zu stören. Ich habe nicht wirklich viel darüber nachdenken müssen – ich denke niemand muss das. Denn das Problem sieht man sofort. Man muss nur ganz kurz mal die Aufmerksamkeit nehmen und darauf achten, wie verdammt viel man eigentlich wegschmeißt. Gerade in Sachen Verpackung. Das ist traurig. Mein Wort hierfür ist “traurig”. Dafür, wie gleichgültig es den Menschen ist, wie viel weggeworfen wird, wie selbstverständlich das passiert. Wie jeder meint, ist doch egal, ist mir nicht so wichtig, wird doch total übertrieben. Traurig.

Zu dieser Zeit, als ich darüber angefangen habe, etwas mehr nachzudenken, habe ich dann irgendwann entschieden, meine Versuche, von der ganzen Wegwerferei loszukommen, auch festzuhalten. Da die Uni eine gute Plattform (mehr Leser, irgendwie offizielles Feeling) war, habe ich einen Uniblog genommen und mit Inhalten gefüllt (blogs.fau.de/umwelt). Aber jetzt bin ich nicht mehr an der FAU und damit kann ich auch den Blog nicht mehr pflegen. Heute habe ich ihn gelöscht. (continued “Blog-Nachruf: umweltblog (und was aus dem Leben ohne Plastik geworden ist)”)