Minimalismus als Zugang zum »Hier und Jetzt«

In diesem Podcast geht es um Minimalismus im Zusammenhang mit Achtsamkeit. Das »Hier und Jetzt« ist ein bekannter Begriff aus der Psychologie. Er bezieht sich auf die Konzentration auf das aktuelle Denken anstelle einer Flucht in die Zukunft oder Vergangenheit. Minimalistisches Denken und eine auf Klarheit orientierte Lebenseinstellung können zuweilen ganz hilfreich sein, um dem Ziel, mehr vom Leben zu haben, und mehr im Hier und Jetzt zu sein als irgendwo in der nicht greifbaren Ferne, näher zu kommen.

 



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Minimalismus? Ist doch nur Aufräumen.

Von außen erscheint Minimalismus oft etwas oberflächlich. Ein bisschen übertriebene Ordnungsliebe oder ein Faible für schlichtes Design. Ist es mehr als das? Ich lebe seit vielen Jahren so und ich nenne es noch nicht lange “Minimalismus”. Der Begriff kam mir erst durch YouTube in den Kopf. Dort kam ich auch mit der Frage nach dieser Banalität auf.

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(continued “Minimalismus? Ist doch nur Aufräumen.”)

Blog-Nachruf: umweltblog (und was aus dem Leben ohne Plastik geworden ist)

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Vor jetzt schon einigen Jahren (drei, vier?) hat das Thema Wegwerfgesellschaft, Essen im Müll, Plastik im Ozean usw. mich angefangen wirklich zu stören. Ich habe nicht wirklich viel darüber nachdenken müssen – ich denke niemand muss das. Denn das Problem sieht man sofort. Man muss nur ganz kurz mal die Aufmerksamkeit nehmen und darauf achten, wie verdammt viel man eigentlich wegschmeißt. Gerade in Sachen Verpackung. Das ist traurig. Mein Wort hierfür ist “traurig”. Dafür, wie gleichgültig es den Menschen ist, wie viel weggeworfen wird, wie selbstverständlich das passiert. Wie jeder meint, ist doch egal, ist mir nicht so wichtig, wird doch total übertrieben. Traurig.

Zu dieser Zeit, als ich darüber angefangen habe, etwas mehr nachzudenken, habe ich dann irgendwann entschieden, meine Versuche, von der ganzen Wegwerferei loszukommen, auch festzuhalten. Da die Uni eine gute Plattform (mehr Leser, irgendwie offizielles Feeling) war, habe ich einen Uniblog genommen und mit Inhalten gefüllt (blogs.fau.de/umwelt). Aber jetzt bin ich nicht mehr an der FAU und damit kann ich auch den Blog nicht mehr pflegen. Heute habe ich ihn gelöscht. (continued “Blog-Nachruf: umweltblog (und was aus dem Leben ohne Plastik geworden ist)”)

Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.

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Warum ist es so schwer, sich von alten Dingen zu trennen?

Jetzt ziehe ich um. Zum gefühlten 10. Mal. In Wirklichkeit ist es nicht viel weniger. Und ich habe viel zu viel »Zeug«. Manches davon ist wertloser Schrott, anderes sentimentaler Schrott und dann gibt es die Kategorie »Zu schade zum Benutzen«, welche zu besonders perfiden Knoten im Hirn führt, sobald man die Dinge anschaut und sich fragt, ob man sie wirklich braucht.

Da wäre dieses Etuikleid für 120 Euro. Viel Geld für mich, und ich wollte es unbedingt haben. 5 kg mehr und 5 Jahre später ist das Kleid zwar immer noch klassisch, aber halt auch nicht wirklich chic. Und so behalte ich es seit 5 Jahren nur, weil es teuer war. Heute habe ich es in meine »VINTY’S-Tüte« gesteckt. Ja, richtig. Ich will kein Geld mehr dafür. Ich will nicht Stunden damit zubringen, in abgefuckten 2nd Hand Läden gesagt zu bekommen: »Hm, also wir nehmen eher teurere Mode, so bei Marc O’Polo fangen wir an preislich.«

(continued “Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.”)