Minimalismus als Zugang zum »Hier und Jetzt«

In diesem Podcast geht es um Minimalismus im Zusammenhang mit Achtsamkeit. Das »Hier und Jetzt« ist ein bekannter Begriff aus der Psychologie. Er bezieht sich auf die Konzentration auf das aktuelle Denken anstelle einer Flucht in die Zukunft oder Vergangenheit. Minimalistisches Denken und eine auf Klarheit orientierte Lebenseinstellung können zuweilen ganz hilfreich sein, um dem Ziel, mehr vom Leben zu haben, und mehr im Hier und Jetzt zu sein als irgendwo in der nicht greifbaren Ferne, näher zu kommen.

 



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Minimalismus? Ist doch nur Aufräumen.

Von außen erscheint Minimalismus oft etwas oberflächlich. Ein bisschen übertriebene Ordnungsliebe oder ein Faible für schlichtes Design. Ist es mehr als das? Ich lebe seit vielen Jahren so und ich nenne es noch nicht lange “Minimalismus”. Der Begriff kam mir erst durch YouTube in den Kopf. Dort kam ich auch mit der Frage nach dieser Banalität auf.

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(continued “Minimalismus? Ist doch nur Aufräumen.”)

Ich gucke keine Minimalismus-Videos. – Aber warum denn nicht?

Google Minimalismus CC0: Feel free to use this image.

Input ist Inspiration. Ideen sammeln. Was Eigenes draus machen. Kreativer Input ist grundsätzlich erst mal was Positives, etwas, das heißt, dass ich selbst auch mehr Ideen habe. Trotzdem geht es mir so, dass ich selten bis nie anschaue, was andere »Minimalisten« so machen. Weder von YouTube, noch aus Blogs beziehe ich viel Content von anderen Leuten aus dieser… man möchte fast schon Szene sagen. Ja, nennen wir es einfach mal Minimalismus-Szene, okay? (continued “Ich gucke keine Minimalismus-Videos. – Aber warum denn nicht?”)

Minimalistisch leben – 12 Fragen an dich selbst, die dir helfen weniger zu kaufen.

Kleider auf der Kleiderstange

Diese 12 Fragen helfen, beim Einkauf keinen unnötigen Kram mit nach Hause zu nehmen.

Auch wenn man schon länger minimalistisch lebt oder einfach versucht, bewusst zu konsumieren, fällt man immer wieder auf mich selbst rein. Mir geht es jedenfalls so und ich mache diesen ganzen Minimalisierungskram jetzt schon seit über nem Jahrzehnt. Also fühlt euch nicht schlecht, wenn ihr einen Shopping-Anfall hattet oder so. Und falls ihr zu viel Zeit habt und gerne hilfreiche Minimalisten-Tipps lest… dann hier, bitteschön! (continued “Minimalistisch leben – 12 Fragen an dich selbst, die dir helfen weniger zu kaufen.”)

Ich bin Minimalist, weil ich faul bin.

Ich habe kein Problem mit der grundsätzlichen Vorstellung von Besitz im Sinne von Eigentum. Eigenes haben – also Dinge, die nur mir gehören – empfinde ich sowieso als unausweichlichen Aspekt des Lebens. Sofern man nicht in einer sehr speziellen Kommune oder einem Kloster oder so lebt, ist es wohl unvermeidlich, Dinge zu besitzen. Und gar nichts zu haben bzw. alles zu teilen ist auch nicht mein Ziel. Ich teile sogar ausgesprochen ungern. Also Dinge! Wissen oder Zeit oder Freude schon! (continued “Ich bin Minimalist, weil ich faul bin.”)

Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.

schrank

Warum ist es so schwer, sich von alten Dingen zu trennen?

Jetzt ziehe ich um. Zum gefühlten 10. Mal. In Wirklichkeit ist es nicht viel weniger. Und ich habe viel zu viel »Zeug«. Manches davon ist wertloser Schrott, anderes sentimentaler Schrott und dann gibt es die Kategorie »Zu schade zum Benutzen«, welche zu besonders perfiden Knoten im Hirn führt, sobald man die Dinge anschaut und sich fragt, ob man sie wirklich braucht.

Da wäre dieses Etuikleid für 120 Euro. Viel Geld für mich, und ich wollte es unbedingt haben. 5 kg mehr und 5 Jahre später ist das Kleid zwar immer noch klassisch, aber halt auch nicht wirklich chic. Und so behalte ich es seit 5 Jahren nur, weil es teuer war. Heute habe ich es in meine »VINTY’S-Tüte« gesteckt. Ja, richtig. Ich will kein Geld mehr dafür. Ich will nicht Stunden damit zubringen, in abgefuckten 2nd Hand Läden gesagt zu bekommen: »Hm, also wir nehmen eher teurere Mode, so bei Marc O’Polo fangen wir an preislich.«

(continued “Ich hänge nicht an euch, ihr hängt an mir.”)