Munich weekly restaurant check – Café Ignaz

The (hopefully to be) weekly restaurant check (# 3)

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The human is a creature of habit. Once you truly arrive somewhere you start going to your favorite place, eating your favorite food and wearing comfortable jeans while doing so. Is that #boring or just just nice and bequem? I don’t know. But I have experienced this fact first-hand each time I settled in a new location. When I came to Erlangen, Nuremberg, Cologne, even in Berlin, where I was week-wise, visiting/living with friends. And now that I’ve come to Munich… well.

I must admit, I’ve never been a huge fan of Munich. I have spent few holidays in Bavaria as a kid, visited Munich occasionally and kept it in mind as “the city of expensive shit” to be honest. Maybe “the city of too many pedestrians” in second place. But… now that I am here I want to the make the best of it. Really, I try to unpaint the blackness I’ve perceived as a part of my ‘radical honesty’ lifestyle for a while now (not really following a definition, but I like the term). I am trying to make it less black and more gray (baby steps, people, baby steps, okay?).

Therefore, I think it’s best to break my routine. And, as I implied, I always create one wherever I go. Once the quarter I live in is charted, I go to the same places over and over again. In Cologne that was Kaffeebud, a really nice café in Ehrenfeld. In Berlin it was ‘Wohnzimmer’ (it’s crowded but wasn’t that crowded 10 years ago, also they serve awesome breakfast, hipsters or not).

In Munich, I started going to the places in “Universitätsviertel” (University quarter) and I mostly fed on curry and rice from Orange Box. Nothing wrong with that so far but then I thought… one year has about 50 weekends. What if I could manage to check out 50 new places each year? I am now at 3 of 50. Here’s the place I checked out on Nov, 26:

Café Ignaz und Tochter

A woman I asked for directions on my way there told me “Everyone here knows this café.” Café Ignaz is on the corner of Georgenstraße to Isabellastraße in Schwabing. It’s a quarter with many historical apartment buildings but also a lot of shops and cafés. If you go there don’t make the mistake of thinking “Oh, this street doesn’t look as if there’s gonna be much more…”. If you’re walking the streets of Schwabing, just try walking a little longer and there’ll be some other interesting place like 500m from where you just thought nothing else would come. It will unlikely end in a painful feet experience without a coffee. (continued “Munich weekly restaurant check – Café Ignaz”)

Keine Zeit! Keine Zeit!

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Erwachsenenleben: Wie man zu der Sache wird, die man eigentlich nicht mag und dann wieder man selbst.

Seit ich tatsächlich die Stundenzahl arbeiten muss, für die ich bezahlt werde und nicht wie an der Uni entweder das Dreifache oder ein Drittel davon, habe ich alle möglichen Zivilisationskrankheiten entwickelt.

Angefangen hat es mit dem Essen. Früher (bei dem 10-Stunden-Job, für den ich 2 Stunden was tun musste) habe ich mir noch jeden Tag ein Brot geschmiert. Dann habe ich in der Mensa gegessen. Und jetzt vergesse ich entweder ganz zu essen oder tue es in der S-Bahn, bei einem Pizza-Laden oder einer Asia-Bude (die Pausen sind nie so lang, dass man 30 Minuten Mensazeit hätte, doof, aber is halt so).

Ich packe den Laptop in den Rucksack, wo kein Platz mehr für einen Regenschirm ist und hoffe, dass es nicht regnet. Es regnet nicht, irgendwann komme ich nach Hause und dann freue ich mich auf mein Evening-Express-Paket von Amazon Prime, fuck yeah! Ich online-konsumiere natürlich keine Lebensmittel, das wäre ja der Totalniedergang. Aber ich kenne mittlerweile Leute, die das tun (in München sind alle soo furchtbar beschäftigt). Einer hat sich sogar einen Kasten Wasser nach Hause bestellt. »Kasten« steht für in Plastik eingeschweißte Plastikflaschen mit Plastikdeckel, gefüllt mit plastikhaltigem Wasser oder so… Am besten aus einem Tupperbecher trinken dann… (continued “Keine Zeit! Keine Zeit!”)

Samstag ist Tütentag

Samstag ist Tütentag - Plastiktüten sind scheiße... ja... aber Papiertüten sind auch Müll. Besser: Gar keine Tüten.

Ich schaffe es nur noch sehr selten, gedankenlos zu konsumieren. Einfach durch die Innenstadt schlendern und irgendwelches Zeug kaufen. »Brauchen Sie ne Tüte für 20 Cent?« ist ein Satz, der bei mir eher eine innere Sinndebatte zum Wort »brauchen« als ein »Ja, danke!« auslöst. Ich gehe durch die Kaufinger Straße – wer sie nicht kennt: eine weitläufige, und doch stets überfüllte Münchener Einkaufsmeile, in der es von Urban Outfitters bis gebratene Maroni alles gibt. Mein Freund braucht Socken. Ich konnte ihn noch nicht bis zu fair produzierter lavendelfarbener Biosocke runterdiskutieren, deshalb lassen wir die Frage nach der Herkunft dieses Stückchens 9-Euro-Männerfreiheit. Ich warte vor dem Laden, den wir nur unliebevoll Kunda nennen und suche verzweifelt fotografiewürdige Motive. Das Wetter ist gut aber die Leute sind unfotogen. Viele fette Deusche, einige verschleierte Damen in tiefschwarz, einige Kinder, einige Omas, der grauharige Trinker, der jeden anpöbelt, der ihm nicht zurück »Guten Tag« sagt… Was man halt so sieht, wenn man in der Kaufingerstraße stehen bleibt und guckt. Und irgendwie hat jeder n-te eine Tüte in der Hand. – Ist das immer noch nicht abgeschafft? Selbst wenn die Tüten was kosten, stört das offenbar niemanden. Der Scheiß muss ja irgendwie geschleppt werden. Menschlich, sicher… (continued “Samstag ist Tütentag”)

Du, ich und wir. Reisen

Bretagne rote Steinküste Panorama

Über den Opportunismus der Paarbeziehung und die Vorzüge einer Insel

Vor dem wir funktionierte Reisen für mich so: Sachen packen, in den Zug steigen, Freunde besuchen. Von Zeit zu Zeit eine von den Eltern finanzierte Reise an einen See in Bayern. Mit den Eltern. Auf Dauer ehrlich gesagt ein Grund für mich, mir eigene Reiseziele zu suchen (wie man das als »erwachsener Mensch« so macht). Allerdings fehlten mir auf meiner Entwicklung zum wettbewerbsfähigen Weltenbummler (welche sagen wir, recht unvollendet ist) einige Etappen: Ich war nie au-pair. Ich habe kein Auslandssemester gemacht. Ich war nicht mal in den USA (jugendlicher Protest gegen »Bush will meine Fingerabdrücke«). Im Grunde genommen habe ich mich in einem überschaubaren Radius um Deutschland bewegt – zwischen Barcelona und Prag.

Mich selbst hat das nie sehr gestört. Urlaub ist teuer. Und ich bin faul. Dann allerdings kamen die Männer. Einige von ihnen organisierten Urlaube in bayerischen Wäldern (warum auch das beste Bundesland der Welt verlassen?), andere versauten mir den Blick aufs Meer. Nach einer Weile findet man dann jemand Anderes und hofft, dass er der eine ist, der das nicht tut (Meer versauen und in Bayern rumgammeln).

Hinzu kommt, dass man auch schon älter ist und jetzt ein Auto hat. Das verpflichtet. Zu weiten Autoreisen. Letztes Jahr war ich in der Bretagne. 1250 km zu Auto. Jeder fährt 3 Stunden, so kriegt man den Tag rum. Wir haben das Meer angeguckt, drin gebadet (Atlantik im Herbst taugt immer für »Ich bin eine harte Sau«-Geschichten), und so Pärchen-Zeug gemacht (Frühstücken, Streiten, Nacktspaß, Fotos,… in keiner bestimmten Reihenfolge).

Jetzt ist wieder Urlaubszeit und neuer Blödsinn steht an. Wäre ich allein, wäre mein Plan folgender: Ich setze mich in mein Auto. Ich fahre los. (continued “Du, ich und wir. Reisen”)