Die ewige Frühlingszwiebel

Ich weiß nicht, ob ihr Pinterest kennt. Eine Seite, auf der man viele Stunden verbringen kann. Man kann Pinnwände erstellen, fast wie im richtigen Leben. Du hängst dort allen Kram auf, der dir gerade einfällt. »Discover (, steal) and save creative ideas.« Manche Leute treiben das bis zu dem Punkt, an dem sie ihr Pinterest-Revier mit ihrem @Namen markieren, damit jeder weiß, dass sie und nur sie diesen genialen Pin »gefunden« haben. Ich hab die Seite eigentlich immer als lästig empfunden, weil man ständig bei der Google-Bildsuche auf Pinterest-Einträge stößt und dann dazu aufgefordert wird, dort mitzumachen. Sonst kommt ein fetter schwarzer Balken, der einen untersagt, weiter zu stöbern. Albern, aber funktioniert. Ich habe jetzt auch gefühlte 100 Walls und auf denen sammele ich allen möglichen Kram. Unter anderem Dinge, die ich irgendwann, in ferner Zukunft endlich einmal ausprobieren möchte. Hunderte DIY-Pläne, Tutorials und Ideen, Nähanleitungen, Garten-Bepflanzungsstrategien, Einrichtung und Weltverbesserer-Vorschläge. Meistens bleiben die Ideen auf der Ersatzbank des Lebens hinter Studieren, Arbeiten, Essen kochen zurück (ich gehöre übrigens noch zu denen, die keine einzige Fress-Wall haben). Aber manchmal klappt es auch. Zum Beispiel im Fall der immerwährenden Zwiebel. (continued “Die ewige Frühlingszwiebel”)