Neue Uni, neues Glück

hm-innen-campusLetzte Woche hab ich mich eingeschrieben. Ich war ja nun schon einige Wochen an der HM und habe da im Labor gearbeitet und ein Praktikum gemacht – muss man, wenn man von der Uni kommt, weil einem das Praxissemester fehlt. Dadurch kenne ich die Räume schon. Räumesuchen ist ja immer so eines dieser Hauptprobleme, wenn man irgendwo neu ist. Dann steht man dumm rum und fragt sich, ob die anderen auch dort hin wollen, wo man selbst hin will. Alle gucken. Irgendwann kommt der Mensch, der aussieht, als ob er jetzt die Lehrveranstaltung veranstaltet und man trottet dem nach.

Morgen gibt es aber noch keine Lehrveranstaltung. Nur Informations-selbige. Ich liebe Infoveranstaltungen. Ich versuche immer mit aller Kraft, nicht einzuschlafen und gleichzeitig kein Gespräch (das mich ja wach halten könnte) mit jemandem anzufangen. Insbesondere bei einem Studiengang mit 12 Leuten könnte das sehr unhöflich rüberkommen, wenn plötzlich jemand quatscht oder eben schnarcht. Ich werde deshalb einen gewöhnlichen Schreibblock mitnehmen. Kritzeleien erregen allgemein wenig Ärgernis. Und falls neben den Hinweisen auf Rechnerräume, Café-Gelegenheiten und darauf, dass man sich bitte für die Prüfungen auch anmelden solle, noch eine tatsächlich interessante Information kommt, kann ich schnell den Bleistift nehmen und es niederschreiben.

Ja, auf all diese notwendigen Anfänger-Dinge kann ich jetzt gespannt sein oder nicht. Ein bisschen gespannt bin ich auf jeden Fall auf die Leute. Was haben die vorher studiert? Bin ich der einzige Uni-Abtrünnige? (continued “Neue Uni, neues Glück”)

Woher kommt die Kraft, all die Dinge zu tun?

Manchmal frage ich mich, woher die “Energie” kommt, all die vielen spannenden Sachen zu machen. Immer etwas Neues zu wollen. Melanie verreist jedes halbe Jahr in ein neues Land, Lisa näht für ihre zwei Kinder jede Woche ein neues Kleidungsstück. Und dann studieren die auch noch und sind immer gut drauf. Was machen die? Viel Kaffee und einfach nicht stehen bleiben. sagt Lisa, ja voll blumig. Stirnrunzeln von mir dazu. (Optimismus und blinde Lebensfreude sind mir suspekt.) (continued “Woher kommt die Kraft, all die Dinge zu tun?”)