Samstag ist Tütentag

Samstag ist Tütentag - Plastiktüten sind scheiße... ja... aber Papiertüten sind auch Müll. Besser: Gar keine Tüten.

Ich schaffe es nur noch sehr selten, gedankenlos zu konsumieren. Einfach durch die Innenstadt schlendern und irgendwelches Zeug kaufen. »Brauchen Sie ne Tüte für 20 Cent?« ist ein Satz, der bei mir eher eine innere Sinndebatte zum Wort »brauchen« als ein »Ja, danke!« auslöst. Ich gehe durch die Kaufinger Straße – wer sie nicht kennt: eine weitläufige, und doch stets überfüllte Münchener Einkaufsmeile, in der es von Urban Outfitters bis gebratene Maroni alles gibt. Mein Freund braucht Socken. Ich konnte ihn noch nicht bis zu fair produzierter lavendelfarbener Biosocke runterdiskutieren, deshalb lassen wir die Frage nach der Herkunft dieses Stückchens 9-Euro-Männerfreiheit. Ich warte vor dem Laden, den wir nur unliebevoll Kunda nennen und suche verzweifelt fotografiewürdige Motive. Das Wetter ist gut aber die Leute sind unfotogen. Viele fette Deusche, einige verschleierte Damen in tiefschwarz, einige Kinder, einige Omas, der grauharige Trinker, der jeden anpöbelt, der ihm nicht zurück »Guten Tag« sagt… Was man halt so sieht, wenn man in der Kaufingerstraße stehen bleibt und guckt. Und irgendwie hat jeder n-te eine Tüte in der Hand. – Ist das immer noch nicht abgeschafft? Selbst wenn die Tüten was kosten, stört das offenbar niemanden. Der Scheiß muss ja irgendwie geschleppt werden. Menschlich, sicher… (continued “Samstag ist Tütentag”)

Ich kann die Wellengleichung in unter 2 Minuten herleiten. Google in unter 2 Sekunden. Wer erzeugt mehr CO2 – ich oder Google?

Ich produziere am Tag ca. 1 kg CO2. Das wären 0.7g pro Minute, oder 1.4g für 2 Minuten Rechnen. Google produziert pro Suchanfrage laut eigener Angabe 0.2g Kohlendioxid.

\left(\Delta -\frac1{c^2} {\partial_t}^2\right)\psi = 0

Traurig, dass ich schon sehr viel schlauer und schneller sein müsste, um bilanzmäßig gegen Google (noch dazu gegen Zahlen von vor Jahren) anzukommen. Noch trauriger ist aber, dass manche Menschen gar nicht googlen können (nein, wenn du bei Boolscher Operator nicht »Ja, kenn ich, klar.« denkst, dann kannst du nicht googlen). Und dass manche Leute Stunden mit Suchen zubringen, ohne schnell und zielgerichtet was Sinnvolles zu finden… Wer was Sinnvolles finden will, muss nämlich auch wissen, was er sucht, und wie in etwa das Richtige aussehen soll. Aber wenn ich gelegentlich meinen vernetzten »Ich guck das schnell nach«-Mitmenschen über die Schulter google, dann scheint es weiter als »Der Schauspieler aus Leon, der Profi hieß…« nicht zu reichen.

(continued “Ich kann die Wellengleichung in unter 2 Minuten herleiten. Google in unter 2 Sekunden. Wer erzeugt mehr CO2 – ich oder Google?”)

Umweltsäue zähmen

Wie man Menschen (nicht) von ihren umweltschädlichen Angewohnheiten abbringt. Ein kleiner Alltagsbericht.

Für die meisten Leute, die es schon länger durchziehen, ist Plastikverzicht eine alltägliche Sache. Selbstverständlich geworden. Ganz egal ob man radikal oder einfach nur bewusster lebt, also ab und zu verzichtet statt komplett, man lebt insgesamt einfach anders. Und man wird missionarisch. Denn was einem selbst nun total normal vorkommt, ist für andere absurd und viel zu anstrengend. Man selbst sieht das natürlich anders und will es den Menschen da draußen beweisen. Das ergibt nicht selten Unverständnis und genervte Reaktionen. (continued “Umweltsäue zähmen”)

20 einfache Ideen, um Müll zu reduzieren

Viele Menschen haben das Gefühl dafür verloren, wieviel unnötigen Müll sie täglich erzeugen. Auch die, die eigentlich versuchen, darauf zu achten. Weil man manchmal einfach nicht daran denkt. Oder auch zu bequem ist. Das ist schade, denn es ist eigentlich ziemlich leicht, den eigenen Müllberg etwas kleiner zu machen. Eine Sammlung alltagstauglicher Müllspartipps. (continued “20 einfache Ideen, um Müll zu reduzieren”)