WC-Stein im Nebel

Ein total neutraler und gar nicht subjektiv gefärbter Baustellenreport

Das neue Chemikum steht dem Physikum in vollem Glanze und etwas extrem wirkender Höhe ja schon seit längerem gegenüber. Jedoch ist seit einer Weile eine gespenstige Ruhe eingekehrt auf dieser Baustelle. Um das Chemikum herum dreht die Welt sich weiter, nur die Bagger baggern jetzt woanders. Die baggern z.B. zig wunderbare hohe Nadelbäume um, die vor dem Studentenwohnheim stehen. Wäre man natürlich anders nicht ran gekommen, verständlich. Man hätte ja nicht eine Schneise schlagen können, das wäre zu viel verlangt. Da musste schon das komplette Waldstück weg, gibt ja eh zu viel Wald. Aber auch da ist es jetzt leise. Die Chemie-Baustelle steht alleine da und schweigt uns an. Baustille. (continued “WC-Stein im Nebel”)

Ist doch alles trivial.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber es ist ein melancholisches Gefühl, die letzte Pflichtvorlesung zu besuchen. Durch und durch melancholisch. Da kann man schon mal sentimental werden… Natürlich kann man noch jede Menge freiwilliges Wissen in sich hineintrichtern, wenn man will. Aber ohne Zwang ist es ja nur halb so schön. Überhaupt habe ich mich in den einigen Jahren Uni daran gewöhnt, dass man sich abends fühlen muss, als wäre man vor dem Pferderennen auf der Koppel hingefallen und bis zum Ende dort liegengeblieben. Ohne Augenringe und Rückenschmerzen ist man doch einfach kein Mensch. Überhaupt ist ja alles viel zu einfach… (continued “Ist doch alles trivial.”)